Prof. Dr. Harald Welzer

wird seine Thesen, wie überlebensfähig und modernisierungsfähig unsere Demokratien sind, vorstellen. Lösungen in denen man Selbstverantwortung trägt und die Stärkung der Zivilgesellschaft anstrebt. Haben wir dazu die Zeit? Verspielen wir, je länger wir warten, desto mehr die Handlungsspielräume und Freiheits-Chancen, die wir gerade haben?

Seine Vorschläge und Visionen bestehen darin, dass wir bereits durch kleine Veränderungen in die richtige Richtung einen neuen Weg eingeschlagen haben, der grosse Veränderungen bewirken kann.

In seinem Projekt „Referenzrahmen des Helfens“, welches durch die Gedenkstätte deutscher Widerstand gefördert wird, untersucht er Phänomene extremer kollektiver Gewalt wie Massenmorde und Völkermorde sowie die Ursachen und Entstehungsbedingungen von Gewaltprozessen einerseits.

Andererseits beschäftigt er sich mit den biographischen, sozialen und situativen Ressourcen für prosoziales Verhalten unter restriktiven Bedingungen. Er betreibt wissenschaftliche Forschung über Personen, die zu Helfern und Rettern wurden. Dabei werden nicht bloss Persönlichkeitsmerkmale ergründet, die zu solchem Handeln führen. Vielmehr werden die Situationswahrnehmungen, Hintergrundannahmen und wahrgenommenen sozialen Verpflichtungen der Akteure beleuchtet.