Auf dem Weg zu einer friedlicheren Welt durch Empathie

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor zwei Jahren haben wir zum ersten Mal zu einem Neurofeedback-Symposium eingeladen. In diesem Jahr laden wir wieder zum ausführlichen Austausch ein - allerdings mit einem erweiterten Themenspektrum. Gemeinsam mit Ihnen und acht renommierten Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen möchten wir einen großen Bogen schlagen:

 

  • Vom Menschenbild des zerstörerischen Individuums
  • über den Gegenentwurf einer friedlichen, empathischen Zivilisation und
  • die Rolle der Spiegelneuronen,
  • aktuelle Ansätze der Hirnforschung,
  • über Neurofeedback und anderen Interventionsmethoden
  • bis hin zu aktuellen Forschungsergebnissen bezüglich der Brain-Computer-Interfaces und
  • der Autismusforschung
  • und deren Bedeutung für die Förderung eines empathischen Bewusstseins.

Damit stecken wir ein weites Feld ab. Das ist uns klar. Doch angesichts der aktuellen Herausforderungen der Menschheit – von Naturkatastrophen und Atomschock, von Klimawandel, Ressourcenknappheit, Weltwirtschaftskrise, Nahrungsmangel in großen Teilen der Weltbevölkerung, Gewalt und Kriegen – möchten wir nicht nur fachspezifische Diskussionen führen. Wir möchten aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft so handlungsorientiert wie möglich vorstellen, zusammenführen und diskutieren.

Frieden beginnt im Kopf – durch Empathie
Soziologen, Ökonomen, Psychologen, Philosophen und Physiker stellen die These auf, dass die brennenden Weltfragen durch das Erlernen einer Art globaler Empathie gelöst werden könnten. Doch wie können wir menschliche Gewaltbereitschaft mindern? Und wie lassen sich Erkenntnisse aus der Hirnforschung in die Diskussion integrieren? Lassen Sie uns gemeinsam ausloten, welche Ansätze wir im Spannungsfeld von Empathie, Hirnforschung und Interventionen finden, um diese wünschenswerte These zu unterstützen.

Eine anregende, einstundige Podiumsdiskussion mit allen Referenten zwischen moglichen kontroversen Standpunkten findet zum Schluss statt.

Moderiert wird die Diskussion von der engagierten Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura.

Möglichst konkrete Ergebnisse
Lassen Sie uns gemeinsam ergründen, welche konkreten Beiträge jeder von uns auf dem Weg in eine empathischere und friedlichere Welt leisten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Uni-Que-Team der Universität Zürich*

*Das Uni-Que-Team ist eine Non-Profit-Plattform von Studierenden  der Universität Zürich. Das Neurotherapy-Symposium verfolgt keine kommerziellen Zwecke, sondern ausschließlich das Ziel des wissenschaftlichen und humanistischen Austauschs- und Erkenntnisgewinns. Die Teilnahme-Beiträge werden zur Deckung der Unkosten herangezogen. 

Hier das Programm dieses spannenden und hochaktuellen Tages im Überblick

Empathie im Weltgeschehen

  • Prof. Dr. Thomas Elbert: Die psychobiologischen Grundlagen der Gewalt
  • Prof. Dr. Harald Welzer: Sozialpsychologische Lösungen zur heutigen Weltproblematik

Spiegelneuronen als neurobiologische Grundlage für Empathie

  • Dr. Marc Sato: Die Rolle der Spiegelneuronen bei der Sprachentwicklung
  • Dr. Anne Hauswald: Die Rolle der Spiegelneuronen bei der Entwicklung der Emotionen/Empathie

Interventionen und Forschungsstudien

  • Dr. Marco Congedo: Signal Processing: BCI and analysis in the joint EEG of 2 individuals
  • Prof. Dr. Michael Doppelmayr: Trainingsdauer, Feedbacktyp und Lernerfolg beim SMR-Neurofeedback Training
  • Prof. Dr. Christoph Hermann: Modulating brain oscillations: Neurofeedback, steady-state potentials, and transcranial alternating current stimulation
  • Prof. Dr. Jaime Pineda: Mirroring, Neurofeedback and Autism Spectrum Disorders

Podiumsdiskussion: Empathie in der heutigen Welt

  • Moderation: Nadia Zaboura, Kommunikationswissenschaftlerin und Germanistin